UmweltDialog Greenpeace
24.06.2026 05:07
Ab September 2026 gelten mit der EmpCo-Richtlinie strengere Regeln für Umweltversprechen in der EU. Unternehmen dürfen Nachhaltigkeit nur noch dann kommunizieren, wenn sie diese belegen können. Ziel ist es, Greenwashing einzudämmen. Doch trotz schärferer Vorgaben bleiben Interpretationsspielräume – und damit auch Risiken für neue Formen irreführender Kommunikation.
24.06.2026 03:14
Anfang 2026 weitete die EU ihre interne CO₂-Bepreisung auf wichtige Produkte aus Drittländern aus: durch den Grenzausgleich „Carbon Border Adjustment Mechanism“ (CBAM). Wer CO₂-intensive Produkte in die EU liefert, muss Klimazoll zahlen – sofern nicht das eigene Land ein Bepreisungssystem hat. Laut einer Studie könnte dies Handelspartner der EU dazu bringen, ebenfalls CO₂ zu bepreisen. Kanada, Japan, Taiwan und Südkorea gelten als wahrscheinliche Kandidaten, was 73 Prozent mehr CO₂-Ausstoß vermeiden würde, als wenn allein die EU ihre Klimapolitik umsetzt.
24.06.2026 02:10
Mit dem Omnibus I hat die EU neue Schranken für Nachhaltigkeitsinformationen entlang der Lieferkette eingeführt. Unternehmen mit weniger als 1.000 Beschäftigten dürfen Anfragen ablehnen, die über einen freiwilligen Standard hinausgehen. Was als Vereinfachung vermarktet wird, schafft laut Experten neue Unsicherheiten – und droht wichtige Datenlücken zu produzieren, gerade bei Klimarisiken und Scope-3-Emissionen.
24.06.2026 01:24
Organisationen und Betroffene haben beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eine Beschwerde nach dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz gegen Heidelberg Materials eingereicht. Das Unternehmen plant über seine indonesische Tochtergesellschaft Indocement ein Zementwerk mit Kalksteinmine im ökologisch sensiblen Kendeng-Gebirge auf Java. Kritiker warnen vor dem Verlust des wichtigsten Wasserreservoirs zehntausender Menschen.
23.06.2026 12:00
Die Stadtplanung muss die Treibhausgasemissionen in Angriff nehmen – und wichtig sind dabei weniger und kürzere Pendelwege mit dem Auto. Das lässt sich vor allem durch größere Nähe des Wohnortes zur City und zu Arbeitsplätzen erreichen, und damit wird gezielte bauliche Verdichtung zu einem entscheidenden Hebel. Stadtweite Bevölkerungsdichte und Verkehrsanbindung sind von untergeordneter Bedeutung. Das sind Erkenntnisse aus einer neuen Studie in Environmental Research Letters.
23.06.2026 04:00
Großbritannien ist nicht länger der größte Beitragszahler des UN-Klimafonds GCF. Die Labour-Regierung hat die bisherige Zusage für den Zeitraum 2024 bis 2027 von umgerechnet rund 2 Milliarden Euro auf gut 1 Milliarde Euro halbiert. Damit folgt London dem Beispiel der USA unter Trump – und löst bei Entwicklungsexperten weltweit Alarm aus, dass weitere Geberstaaten nachziehen könnten.
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