UmweltDialog                                                                               Greenpeace

20.05.2022 04:00
Die Gesamtsumme nachhaltiger Geldanlagen in Deutschland stieg im Jahr 2020 um 25 Prozent auf 335,3 Milliarden Euro. Das ist ein neuer Rekordwert. Mit dem Kundeninteresse wächst auch die Zahl der Angebote – und nicht alle sind wirklich nachhaltig. In unserer neuen Podcast-Folge sprechen wir mit Stefan Fritz und Berenice Brügel von der GLS Bank.
20.05.2022 03:00
Die nachhaltige Produktion von Kleidung ist für viele Konsument:innen enorm wichtig. 60 Prozent legen darauf beim Kauf von Second Hand Mode mehr Wert als auf den Markennamen. Dies ist eines der Ergebnisse des Second Hand Fashion Reports 2022 von momox fashion und dem Marktforschungsinstitut Kantar.
20.05.2022 02:00
Gärten können eine wichtige Rolle dabei spielen, das Artensterben aufzuhalten: Schätzungen zufolge gibt es 17 Millionen Gärten in Deutschland, eine riesige Anzahl kleiner Lebensräume. Bislang ist die biologische Vielfalt in Gärten vielerorts allerdings niedrig und hat in den letzten Jahren sogar abgenommen. Das Projekt gARTENreich möchte darauf hinwirken, dass sich dies ändert.
20.05.2022 01:00
Gratulation für die Erstplatzierten beim Klimaretter-Award 2022: Die IKK classic, pronova BKK, MediosApotheke, Arzt & Wirtschaft – MedTriX Group und DAK-Gesundheit sind Spitzenreiter beim Wettbewerb um die höchsten CO2-Einsparungen im Gesundheitswesen.
19.05.2022 04:00
iPoint-systems freut sich über die strategische Partnerschaft mit fors.earth, eine der führenden auf Nachhaltigkeit spezialisierten Strategieberatungen in Deutschland. Gemeinsam unterstützen sie Unternehmen dabei, mithilfe einer softwaregestützten Nachhaltigkeitsstrategie messbare positive Auswirkungen in ihrer Wertschöpfungskette zu erzielen.
19.05.2022 03:00
Die Entnahme von Kohlendioxid aus der Atmosphäre, Smart Cities und Long Covid zählen zu den Top-Themen im Geschäftsbericht 2021 des DLR Projektträgers. Außerdem: Zahlen und Fakten aus dem breiten Portfolio des Dienstleisters für Forschung, Bildung und Innovation.
17.11.2021 14:59
Rückblick und Ausblick admin Wed, 17.11.2021 - 14:59
Emily Macinnes / Greenpeace

Weltklimakonferenz in Glasgow

Zum Auftakt der Weltklimakonferenz in Glasgow fand António Guterres deutliche Worte: „Scheitern ist keine Option“, sagte der Generalsekretär der Vereinten Nationen, „Scheitern ist ein Todesurteil.“ Als die Konferenz zwei Wochen später mit einem vollen Tag Verspätung und nach einem dramatischen Finale endet, zeigt das Abschlussdokument der Greenpeace-Delegation bei der COP26: Die Gefahr eines Scheiterns ist nicht gebannt, aber in Glasgow wurden Voraussetzungen geschaffen, es zu verhindern. Und dabei spielt auch die kommende Bundesregierung eine wichtige Rolle. 

Worum es geht, drückte eine schlichte Zahl aus: 2,4 Grad heißer würde unsere Welt im Schnitt, wenn die Staaten ihre Klimapläne nicht schnell und deutlich nachbessern. Der Unterschied zum in Paris vereinbarten Ziel von 1,5 Grad mag gering klingen, doch für Millionen Menschen aus dem globalen Süden entscheidet dieser Unterschied tatsächlich über Leben und Tod. Auch deshalb hat Greenpeace beim Klimagipfel bewusst Stimmen unterstützt, die schon heute existenziell durch die Folgen der Klimakrise bedroht sind und die zurecht finanzielle Unterstützung fordern, falls die Folgen des Klimawandels wie Dürren die Ernte vernichten oder Starkregen Haus und Hof wegspülen. Letzteres hat uns in Deutschland zuletzt Menschenleben, viel Leid und 30 Milliarden Euro gekostet. 

Der sicherste Weg, solche Katastrophen künftig zu vermeiden, ist möglichst schnell weniger Kohle, Gas und Öl zu verbrennen. Deshalb hat Greenpeace in Glasgow auf einen globalen Kohleausstieg gedrängt und gefordert, klimaschädliche Subventionen für fossile Energien schnell zu streichen. Allein in Deutschland addieren sich umweltschädliche Subventionen aus Steuermitteln auf über 60 Milliarden Euro im Jahr. Als einen ersten Schritt der anstehenden Transformation sollte die nächste Bundesregierung diese falschen Anreize sozialverträglich streichen. 

Das Zeitalter der Kohle ist vorbei

Tatsächlich sind beide Punkte am Ende eines langen Finales im Plenarsaal in Glasgow beschlossen worden. Auch wenn die großen von der Kohle abhängigen Staaten Indien und China den Text auf den letzten Metern etwas abgeschwächt haben, ist die Richtung für Politiker:innen und Investor:innen klar: Das Zeitalter der Kohle ist vorbei. Obwohl dieser Beschluss nicht verbindlich ist, gibt er der Klimabewegung weltweit Rückenwind und wird Investitionsströmen eine neue Richtung geben.

Für Deutschland und die nächste Bundesregierung sind die Beschlüsse aus Glasgow ein Auftrag. Denn jedes Land verpflichtet sich darin zu mehr Anstrengungen und Sofortmaßnahmen, die bereits 2022 beschlossen werden sollen. Das macht ambitionierten Klimaschutz zur Aufgabe für die gesamte neue Koalition. Dazu gehört etwa, den Ausstieg aus der Kohle in Deutschland bis spätestens 2030 abzuschließen und der Automobilbranche einen klaren Rahmen vorzugeben, in dem die Zulassungszahlen von Elektrofahrzeugen bis 2025 schrittweise auf 100 Prozent steigen. Denn ein Konzern wie VW, der allein 1 Prozent der globalen Emissionen verursacht, trägt eine riesige Verantwortung. Entweder sorgt die Politik dafür, dass solche Unternehmen ihrer Verantwortung endlich gerecht werden, oder Gerichte müssen es tun.

Die scheidende große Koalition musste erst vom Bundesverfassungsgericht zu besserem Klimaschutz gezwungen werden. Das höchste Gericht hatte festgestellt, dass die bisherigen Klimaziele nicht reichten, um die Freiheitsrechte junger Menschen zu schützen. Eine solche Ohrfeige darf sich die nächste Regierung nicht einfangen. Mit einem mutigen Sofortprogramm kann sie zeigen, dass sie den Beschluss von Glasgow und die Grundrechte kommender Generationen ernst nimmt. Mit einer klar auf 1,5 Grad ausgerichteten Politik kann sie der europäischen und internationalen Klimapolitik neue Kraft geben. Wenn all das gelingt, dann hat Glasgow einen wichtigen Beitrag geleistet, das Scheitern zu verhindern. 

16.11.2021 00:00
Der Wald in Deutschland auf dem Weg in die Heißzeit admin Tue, 16.11.2021 - 00:00
Studie: Der Wald in Deutschland auf dem Weg in die Heißzeit

Studie: Der Wald in Deutschland auf dem Weg in die Heißzeit

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Die Hochschule Eberswalde hat für Greenpeace Satellitendaten aus den Jahren 2018 bis 2020 ausgewertet. Sie zeigen, dass intensiv bewirtschaftete Forste deutlich stärker unter den Auswirkungen der Klimakrise leiden als naturnahe Wälder. 

12.11.2021 16:09
Aufrüstung fördert Klimakrise admin Fri, 12.11.2021 - 16:09
Heavy Rain in North Rhine-Westphalia, Germany Heavy Rain in North Rhine-Westphalia, Germany
© David Young / Greenpeace

Aufrüstung fördert Klimakrise

Sicherheit und Frieden bedeuten schon längst nicht mehr nur die Abwesenheit von militärischen Konflikten. Die größte Bedrohung ist die Klimakrise.

 

Sicherheit kann in Zukunft nicht durch Aufrüstung, sondern nur durch echten Klimaschutz gewährleistet werden. Weltweit nehmen Wetterextreme durch die Klimakrise zu und bedrohen Menschenleben, Frieden und unsere Sicherheit. Expert:innen des Internationalen Weltklimarats (IPCC) warnen in ihrem aktuellen Bericht deutlich vor den dramatischen Folgen der menschengemachten Erderhitzung.

Der Anstieg der Durchschnittstemperatur hat jetzt schon immense Auswirkungen auf unser Klima und damit auch auf unseren Alltag. Waldbrände, Fluten, Dürren oder gewaltige Stürme und Regenfälle werden immer häufiger und sind keine „Jahrhundertereignisse” mehr. Davor bieten auch keine Panzer und Kampfflugzeuge Schutz. Auch hier in Deutschland  haben die zerstörerischen Überflutungen im Sommer viele Todesopfer gefordert und die Heimat vieler Menschen zerstört. Die Klimakrise ist und bleibt die größte Gefahr für unsere Sicherheit.

Interviewprojekt: Was bedeutet Sicherheit in der Klimakatastrophe?

Wir haben mit Menschen aus Deutschland und Südeuropa gesprochen, die der Klimakrise zum Opfer gefallen sind. Eine Familie aus Erftstadt-Blessem in Nordrhein-Westfalen erzählt, wie sie durch die Klimaflut in diesem Sommer alles verloren hat. Ein Arzt aus Italien berichtet hautnah, wie die Pandemie in dem stark betroffenen Land gewütet und tausende Leben gekostet hat, denn auch dies ist eine Bedrohung, der wir uns nun öfter entgegensetzen müssen. Menschen in Spanien sprechen mit uns über die katastrophalen Waldbrände in ihrem Land. Das Video zeigt, dass die Klimakrise vielen Menschen schon Heimat, Gesundheit und Lebensgrundlage genommen hat. Das Gefühl von Sicherheit hat sich dadurch stark verändert. 

Noch immer sind die Mitgliedstaaten der Europäischen Union massiv vom Import fossiler Energieträger abhängig. Es fließen Milliarden in Militäreinsätze, die die Einfuhr von fossilen Öl- und Gasimporten bewachen und schützen, weil noch immer auf ein veraltetes Energie- und Wirtschaftssystem gebaut wird, das die Lebensgrundlage der Menschheit zerstört. Mit Aufrüstung in Milliardenhöhe und Militärmissionen zum Abbau fossiler Brennstoffe fördert Deutschland und Europa ein System, dass das Klima erhitzt und die Erde zerstört. Trotzdem sind in Deutschland die Militärausgaben auf fast 45 Milliarden Euro gestiegen, im Vergleich dazu wurden 2020 nur rund 15 Milliarden Euro für deutsche Umwelt- und Entwicklungspolitik ausgegeben. Damit muss Schluss sein! Aufrüstung blockiert den Systemwandel, den wir als Menschheit dringend brauchen, um zu verhindern, dass Teile der Erde unbewohnbar werden.

Es ist an der Zeit, dass die Politik nicht noch mehr Geld in Panzer, Kampfflugzeuge und Militärmissionen zum Schutz fossiler Energieträger steckt. Stattdessen muss in einen echten und nachhaltigen Wandel unseres Wirtschaftssystems investiert werden, der die Menschheit vor der Klimakrise schützt.

Mit “Climate for Peace” fordert Greenpeace Deutschland gemeinsam mit Greenpeace Spanien und Greenpeace Italien: “Klimaschutz statt Aufrüstung #DefendTheClimate!” Das aktuelle kapitalistische, ausbeutende System braucht dringend einen Wandel und die massive Aufrüstung blockiert den nachhaltigen Umbau unserer Wirtschaft. Um die Greenpeace-Forderung zu unterstützen, unterzeichnen Sie unser Friedensmanifest.

Redaktionell empfohlener externer Inhalt

11.11.2021 07:54
Nicht sauber, sondern Rhein admin Thu, 11.11.2021 - 07:54
Wissenschaftlerin untersucht Wasserprobe Wissenschaftlerin untersucht Wasserprobe
Oliver Tjaden / Greenpeace

Greenpeace-Report zu Mikroplastik im Rhein

Update vom 11.11.2021:

Erst vor einem halben Jahr hatte Greenpeace einen umfangreichen Report über die Belastung des Rheins mit Mikroplastik veröffentlicht. Neue Stichproben, die Greenpeace im August zwischen Köln und und Düsseldorf nahm, belegen: Der Fluss wird weiterhin mit Mikroplastik verschmutzt. In sieben Wasserproben  haben die Umweltschützer:innen durchschnittlich 0,63 fabrikneue Mikroplastikpartikel aus industriellen Produktionsabläufen pro Kubikmeter Wasser gefunden. 

Somit beträgt die tägliche Fracht Richtung Nordsee grob geschätzt 125 Millionen Partikel: Die Rechnung ergibt sich unter der Annahme, dass die Konzentrationen an Mikroplastikpartikeln über den Tagesverlauf und aufgrund der Durchmischung durch die starke Strömung des Rheins annähernd gleich bleibt. Rund um den Chempark-Dormagen stieg die Verschmutzung zudem deutlich an. “Dass sich seit Jahren nichts an der Mikroplastikverschmutzung im Rhein ändert, ist unverantwortlich”, sagt Daniela Herrmann, Umweltwissenschaftlerin von Greenpeace. “Das Umweltministerium in Nordrhein-Westfalen muss endlich feststellen, woher die Mikroplastikpartikel im Rhein stammen und die Verschmutzung beenden.”

Auch in zwölf Bodenproben aus dem Uferbereich und Flussbett des Rheins finden sich Mikroplastikpartikel in starker Konzentration. Bis zu 22.038 Partikel pro Kilogramm Trockengewicht lassen sich in einer der Proben aus dem Grundsediment beim Industriegebiet Chempark-Dormagen nachweisen. “Diese Plastikpartikel könnten aus industriellen Prozessen, Kläranlagen oder Verwehungen vom Ufer stammen. Im Sediment kann es Lebewesen wie Würmern oder Schnecken schaden und über die Nahrungskette das gesamte Ökosystem gefährden”, sagt Herrmann. Den aktuellen Report finden Sie hier, die vorausgegangene Untersuchung aus dem März 2021 lesen Sie hier.

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Artikel vom 18.3.2021:

Stellen Sie sich vor, Sie stehen in Köln am Rheinufer: Kommt Ihnen in den Sinn, dass der Fluss pro Tag etwa 190 Millionen Plastikkügelchen in Richtung Nordsee transportiert? Vielleicht ab jetzt: Eine aktuelle Greenpeace-Studie belegt nämlich die kontinuierliche Verschmutzung des Gewässers mit Kunststoff. 

Im September und Oktober des vergangenen Jahres waren Greenpeace-Mitarbeiter:innen mit dem Aktionsschiff Beluga II auf dem Rhein unterwegs, um Wasserproben zu nehmen. Ähnliche Untersuchungen von Greenpeace gab es bereits in den Jahren zuvor in deutschen Gewässern, darum war mit dem Ergebnis zu rechnen: Wer nach Mikroplastik sucht, findet welches – in wirklich jeder der 250 an Bord genommenen Wasserproben fanden sich winzige Plastikpartikel von wenigen Millimetern Durchmesser oder kleiner. Besonders hohe Konzentrationen ließen sich in der Umgebung von Industriegebieten nachweisen. 

Das Ganze ist außerordentlich schädlich für Mensch und Umwelt. Denn Wissenschaftler:innen gehen davon aus, dass das Plastik in unseren Flüssen auch in den Meeren landet. An der Oberfläche von Kunststoffen können sich Schadstoffe anlagern; wenn diese Teilchen von Tieren verschluckt werden, geraten Plastik und Umweltgifte in die Nahrungskette – und schlussendlich in unseren Lebensmitteln. In früheren Studien hat Greenpeace gezeigt, dass sich Plastikpartikel inzwischen in Austern und Miesmuscheln sowie im Verdauungstrakt von Heringen finden lassen. 

Ursachen der Verschmutzung

Für die Studie haben Greenpeace-Umweltschützer:innen im vergangenen Herbst zunächst vom Aktionsschiff Beluga II aus zwischen Duisburg und Koblenz 44 Wasserproben genommen. Anschließend wurden von Schlauchbooten weitere 206 Proben in der Nähe von Industriegebieten bei Krefeld und Dormagen gezogen. Erstmals fanden diese Probenahmen durchgängig über 24 Stunden statt. So ließen sich die möglichen Ursachen der Verschmutzung weiter eingrenzen. 

Diese Proben wurden in Greenpeace-Laboren, aber auch direkt an Bord der Beluga II, ausgewertet. In jeder Probe finden sich Plastikpartikel mit einem Durchmesser von weniger als fünf Millimetern. “Im Rhein wird offenbar Mikroplastik verklappt. Die Umweltbehörden in Nordrhein-Westfalen muss jetzt ermitteln, wer den Fluss verschmutzt”, fordert Daniela Herrmann, Umweltwissenschaftlerin von Greenpeace. 

Plastik aus Wasseraufbereitungsanlagen?

Beispielsweise wurde in der Umgebung des Industrieparks Dormagen eine fast dreimal so hohe Konzentration von primären Mikroplastikpartikeln gefunden als im Durchschnitt einige Kilometer stromaufwärts. Primäres Mikroplastik, das ist solches, das bewusst als Ausgangsmaterial für andere Plastikprodukte hergestellt wird: kleine Kügelchen oder Pellets, die zum Beispiel in Fabriken geschmolzen und zu Verpackungsfolien gezogen werden. Neben industriellen Produktionsprozessen könnten die Mikroplastikpartikel allerdings auch aus Ionenaustauschern in Filtersystemen von Wasseraufbereitungsanlagen stammen, so eine These der Greenpeace-Untersuchung. Sogenanntes sekundäres Mikroplastik entsteht, wenn größere Plastikteile zerstört und zerrieben werden – das ist die mengenmäßig größere Belastung, die sich in unseren Meeren ansammelt. 

Die potenziellen Verursacher der Plastikverschmutzung im Rhein sehen die Verfasser:innen der Studie in der Verantwortung, den Fluss sauber zu halten. “Beim Einsatz von primären Mikroplastik muss sichergestellt sein, dass die Partikel während der Produktion, des Transports, der Verwendung und der Entsorgung zu keinem Zeitpunkt in die Umwelt gelangen”, sagt Daniela Herrmann. Das meiste, was die Untersuchenden an Plastik in ihren Netzen fanden, ist vermutlich aus reiner Fahrlässigkeit ins Wasser gelangt – und stellt dort über Jahrzehnte eine Bedrohung für die Umwelt dar.

>>> Werden Sie mit uns aktiv! Unterzeichnen Sie die Petition gegen die Verwendung von Mikroplastik in der Industrie und senden Sie eine klare Botschaft an Entscheidungsträger:innen in Wirtschaft und Politik!

  • Beluga II on Tour for Microplastic Research on the River Rhine Beluga II on Tour for Microplastic Research on the River Rhine

    Greenpeace with its ship Beluga II investigates microplastics pollution on the river Rhine in Germany, between Duisburg and Koblenz. Scientists take water and sediment samples, which are filtered and the microplastics elements found are analyzed for their chemical composition in the laboratory of the ship.

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  • Beluga II on Tour for Microplastic Research on the River Rhine Beluga II on Tour for Microplastic Research on the River Rhine

    Near Krefeld Greenpeace activists carry out a 24 hour measurement with special built equipment - the Manta trawler - on inflatables. Greenpeace with its ship Beluga II investigates microplastics pollution on the river Rhine in Germany, between Duisburg and Koblenz. Scientists take water and sediment samples, which are filtered and the microplastics elements found are analyzed for their chemical composition in the laboratory of the ship.

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Report: Nicht sauber, sondern Rhein

Report: Nicht sauber, sondern Rhein

Mikroplastik-Untersuchungen auf dem Rhein. Die Belastung von Flüssen mit Mikroplastik ist im Vergleich zu den Meeren wenig erforscht. Deswegen hat Greenpeace den Rhein zwischen Duisburg und Koblenz im Herbst 2020 genauer unter die Lupe genommen und primäres (fabrikneues) Mikroplastik untersucht.

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Report: Nicht sauber, sondern Rhein; Teil 2

Report: Nicht sauber, sondern Rhein; Teil 2

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04.11.2021 08:49
Greenwashing durch EU-Nachhaltigkeitstaxonomie admin Thu, 04.11.2021 - 08:49
Die vier Kühltürme des Atomkraftwerks Mochovce in der Slowakei Die vier Kühltürme des Atomkraftwerks Mochovce in der Slowakei
Tomas Halasz / Greenpeace

Greenwashing durch EU-Nachhaltigkeitstaxonomie?

Kapern Atomenergie und Gas gerade den Green Deal der EU und machen ihn damit unbrauchbar? Umweltschützende protestieren gegen den Plan, Risikotechnologien als nachhaltig zu verkaufen.

Seit dem 2. Februar 2022 ist klar: Die EU-Kommission hält an ihrem Plan fest, Atom- und Gaskraftwerke als nachhaltig und damit unter bestimmten Umständen als förderungsberechtigt einzustufen. Sie sieht vor, dass Investitionen in neue Gaskraftwerke bis 2030 als nachhaltig gelten, sofern sie schmutzigere Kraftwerke ersetzen und bis 2035 komplett mit klimafreundlicheren Gasen betrieben werden, etwa Wasserstoff. Neue Atomkraftwerke sollen bis 2045 als nachhaltig klassifiziert werden, wenn die ungeklärte Frage nach sicheren Endlagern bis spätestens 2050 geklärt ist. Eine Ankündigung, die schockiert.

“Die EU-Kommission degradiert mit dieser Entscheidung den angekündigten Green Deal zum schnöden Greenwashing“, sagt Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace Deutschland. „Atomkraft und fossiles Gas sind nicht ‚nachhaltig‘.“ Mit dieser Einstufung widerspräche die EU-Kommission wissenschaftlichen Erkenntnissen wie auch den Empfehlungen der eigenen Expert:innen. „Sie wirft die Energiewende in Deutschland um Jahre zurück“, so Kaiser weiter. Denn Atomenergie produziert Atommüll und birgt die Gefahr schwerer Unfälle, Erdgas verursacht extrem klimaschädliche Methan- und CO2-Emissionen. „Solange klimaschädliches Erdgas als Brückentechnologie gilt, darf es für solche Investitionen kein grünes Label geben.“

Für die Bundesregierung gibt es nun noch die Möglichkeit, über den Rechtsweg das Inkrafttreten der Taxonomie zu verhindern. „Wenn es Kanzler Scholz ernst meint mit dem Klimaschutz, muss er nun mit seiner Ampelregierung konsequent den nächsten Schritt gehen: Gemeinsam mit Österreich und Luxemburg durch Einreichung einer Klage das Greenwashing der Kommission verhindern”, sagt Kaiser. Rechtsexperten räumen einer solchen Klage gute Chancen ein, die Nachhaltigkeitstaxonomie in dieser Form zu kippen, da die EU-Kommission mit dem Beschluss unter Umständen ihre Kompetenzen überschreitet.

Die Rolle der EU-Nachhaltigkeitstaxonomie

Was bedeutet “nachhaltig”? Die Frage kann jeder Mensch für sich unterschiedlich beantworten, im Finanzbereich muss der Begriff allerdings exakt definiert sein – zumal “grüne” Anlagemöglichkeiten und Investmentsysteme eine immer größere Rolle spielen, auch bei der persönlichen Altersvorsorge. Hier kommt die EU-Taxonomie ins Spiel, mit der die Europäische Union als Teil ihres “Green Deals” in Zukunft Wirtschaftsakteure anhand ihres Beitrags zum Umwelt- und Klimaschutz klassifizieren will. Das Ziel soll sein, ökologisch nachhaltige Investitionen zu fördern.

So weit, so gut gemeint. Doch erst schien ein geleaktes Papier die Befürchtungen vieler Beobachter:innen des Prozesses zu bestätigten. Das seit dem 29. Oktober in Brüssel zirkulierende Non-Paper (eine Art inoffizielles Diskussionspapier) schlägt vor, Gas und Atomkraft als nachhaltige Energiequellen zu klassifizieren. Das bedeutet, dass Investitionen in Atomkraftwerke hernach als umweltfreundliche Anlagemöglichkeiten gewertet würden. Am Neujahrstag 2022 wurde schließlich ein Entwurf für einen Rechtsakt der EU-Kommission öffentlich gemacht, wonach die Brüsseler Behörde Investitionen in Gas- und Atomkraftwerke tatsächlich unter bestimmten Bedingungen als klimafreundlich einstufen will. Greenpeace und weitere Verbände fordern in einem gemeinsamen Appell von der Bundesregierung, dieses Vorhaben zu verhindern.

Im schlimmsten Fall bedeutete die Durchsetzung des Plans, dass in der Europäischen Union weitere Atomkraftwerke gebaut werden und tatsächlich nachhaltige Projekte das Nachsehen haben. Damit würde eine hochriskante Art der Stromerzeugung von höchster Stelle grüngewaschen – dagegen protestierten am 6. Dezember fünf Greenpeace-Aktivist:innen vor der Ständigen Vertretung der EU-Kommission in Berlin. Mit sieben gelben Atomfässern erinnerten die Umweltschützenden die EU-Komissionspräsidentin Ursula von der Leyen an die Gefahren der Atomkraft. “Wie ein Zombie droht eine totgeglaubte und gefährliche Technik derzeit zurückzukehren”, sagt Heinz Smital, Greenpeace-Experte für Atomenergie. “Dabei hat Atomkraft keine Zukunft.”

Europäischer Anti-Atomkraft-Protest

  • Projection for a Nuclear Power-Free Europe at Grohnde NPP Projection for a Nuclear Power-Free Europe at Grohnde NPP

    Für ein atomstromfreies Europa

    Das AKW Grohnde ging mit Jahresbeginn 2022 planmäßig vom Netz. Greenpeace-Aktive projizierten ihren Wunsch für ein Europa ohne Atomkraftwerke in der Nacht zum 31.12. 2021 an einen der Kühltürme.

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  • ‘Taxonosaurus’ Dinosaur at European Commission headquarters, Brussels ‘Taxonosaurus’ Dinosaur at European Commission headquarters, Brussels

    Taxonosaurus in Brüssel

    Mit dem "Taxonosaurus" protestieren Umweltschützende am 7. Dezember 2021 in Brüssel gegen die Aufnahme von Atomkraft und Gas in die EU-Nachhaltigkeitstaxonomie.

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  • No Greenwashing of Nuclear Power Action No Greenwashing of Nuclear Power Action

    Aktion in Berlin

    Greenpeace-Aktivist:innen protestieren gegen eine Wiederkehr der Atomkraft und für eine nachhaltige Energieversorgung in Europa vor der ständigen Vertretung der EU-Kommission in Berlin.

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  • No Greenwashing of Nuclear Power Action No Greenwashing of Nuclear Power Action

    Appell an die EU-Kommission

    Atomkraft kann niemals nachhaltig sein. Dennoch gibt es Bestrebungen, die Risikotechnologie als nachhaltig einzustufen.

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  • No Greenwashing of Nuclear Power Action No Greenwashing of Nuclear Power Action

    Atomkraft ist ein Irrweg beim Klimaschutz

    Tritt die EU-Nachhaltigkeitstaxonomie in Kraft, könnte das künftig dazu führen, dass in der EU weitere AKW gebaut werden.

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Greenwashing für Gas und Atom

Atomkraftwerke sind teuer und unrentabel, ihre Sicherheitsprobleme sind gut dokumentiert. Unfälle können in beispiellosen Katastrophen enden, und die Frage, wie man den über Generationen strahlenden Atommüll sicher endlagert, ist bis heute nicht ansatzweise beantwortet. Atomenergie ist auch nicht CO2-neutral, wie häufig behauptet. Atomkraft ist alles andere als nachhaltig. Eine EU-Taxonomie, die das Gegenteil behauptet, ist unglaubwürdig und betreibt nichts weiter als Greenwashing: Sie adelt eine Risikotechnologie mit einem unverdienten Klimaschutz-Etikett.

Umweltschützer:innen aus ganz Europa verurteilen den Entwurf als energiepolitische Sackgasse. “Atomenergie und Gas dürfen nicht in die EU-Taxonomie aufgenommen werden, sie sind nicht nachhaltig”, sagt Heinz Smital, Greenpeace-Experte für Atomenergie. “Das würde die Kriterien für umweltfreundliche Investitionen vergiften und einer echten Energiewende großen Schaden zufügen.”

 

Was kann Deutschland dagegen tun?

Dass Atomkraft nicht nachhaltig ist, hat die österreichische Bundesregierung sich schwarz auf weiß bestätigen lassen: Ein vom Umweltministerium beauftragtes Rechtsgutachten der Kanzlei Redeker-Sellner-Dahs belegt das Punkt für Punkt, und mehr noch: wie für Österreich, kann auch die deutsche Bundesregierung auf dieser Grundlage klagen, sollte Atomenergie in die Taxonomie aufgenommen werden. Österreich hat einen solchen Schritt bereits angekündigt.

Die künftige Bundesregierung muss nachziehen, wenn der Atomausstieg kein allein deutsches Projekt sein soll – nicht zuletzt, weil bei Unfällen in den grenznahen AKW in Frankreich und Belgien die deutsche Bevölkerung genauso unter den Folgen litte. “Auch Deutschland muss von Anfang an klar machen, dass eine Taxonomie, die Atomenergie als grün und nachhaltig erklärt, beklagt wird”, sagt Smital. “Es kann nicht sein, dass eine Regierung mit grüner und sozialdemokratischer Beteiligung hier tatenlos bleibt.”

Deutscher Atomausstieg nicht vollendet

Dabei ist selbst in Deutschland die Atomkraft bisher nicht völlig vom Tisch. Derzeit produzieren zwei Atomfabriken in Lingen und Gronau Brennstoff für Reaktoren in ganz Europa. Darunter befindet sich auch der überalterte Reaktor im belgischen Tihange nahe der deutschen Grenze, der von Expert:innen des Bundesumweltministeriums als nicht ausreichend sicher eingestuft wird. Die Brennelementproduktion verursacht zudem zusätzlichen Atommüll, dessen Entsorgung bisher ungelöst ist. „Vor diesem Hintergrund muss das Gesetz zum Atomausstieg in Deutschland auf die Brennelementproduktion und die Urananreicherung erweitert werden“, fordert Smital. „Der hierfür nach der verfassungsgerichtlichen Rechtsprechung erforderliche ‚legitime Zweck‘ liegt vor.“

 

29.10.2021 14:26
Hängepartie fürs ewige Eis admin Fri, 29.10.2021 - 14:26
Adeliepinguine in der Antarktis Adeliepinguine in der Antarktis
Christian Åslund / Greenpeace

Antarktis-Kommission scheitert erneut

Die Antarktis-Kommission CCAMLR versagt wieder beim Antarktis-Schutz.

Die Hängepartie geht weiter: Die Befürworter:innen dringend erforderlicher Schutzmaßnahmen im Südpolarmeer müssen weiter auf drei Meeresschutzgebiete in der Ostantarktis, der Antarktischen Halbinsel und dem Weddellmeer warten. Auch in diesem Jahr brachte die Jahresversammlung der Antarktis-Kommission im australischen Hobart nur enttäuschende Resultate. Der überwiegende Teil der 25 CCAMLR-Mitglieder (24 Staaten plus EU) unterstützte zwar den von Deutschland erarbeiteten und 2016 eingereichten Vorschlag für den Schutz des Weddellmeeres, auch die anderen beiden Gebiete erfuhren viel Zustimmung. Doch eine Verabschiedung der Schutzgebiete muss immer einstimmig erfolgen. 

„Die Kommission soll Meeresschutzgebiete in der Antarktis schaffen, lässt sich aber Jahr für Jahr von einzelnen Bremserstaaten vorführen. China und Russland sehen in schmelzenden Polkappen lediglich größere Fischgründe und Möglichkeiten für industrielle Ausbeutung. Klimakrise und Artensterben ignorieren sie völlig”, sagt Greenpeace-Meeresbiologin Sandra Schöttner. 

Bei den vorgeschlagenen Schutzgebieten mit insgesamt vier Millionen Quadratkilometern Fläche geht es hauptsächlich um die Regulierung von Fischereiaktivitäten in einzigartigen Ökosystemen der Antarktis. Vorerst hängt das Wohlergehen der dort lebenden Krill-Schwärme, Fische, Pinguine und Wale aber weiterhin nur von den freiwilligen Selbstverpflichtungen der Fischereiindustrie ab. Vor der Ausbeutung ihrer Bodenschätze ist die Antarktis bereits weitgehend geschützt. 

An ihrer Aufgabe gescheitert

Die Antarktis-Kommission CCAMLR wird ausgeschrieben als „Commission for the Conservation of Antarctic Marine Living Resources”, auf Deutsch: Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis. Zu ihrem selbsterklärten Auftrag und Ziel gehört also, Lebewesen und Ökosystem im Südpolarmeer zu bewahren.

Mit dem andauernden Verschleppen von Entscheidungen straft die CCAMLR ihren Namen und Auftrag Lügen. „Ein Gremium, das zum Schutz der Antarktis eingesetzt wurde, aber durch die Interessen einzelner Mitgliedsländer dominiert wird, ist offenkundig kein Teil der Lösung“, so Schöttner.

Ein UN-Vertrag muss helfen

Wenn die Antarktis-Kommission so schwach ist, kann nur ein starkes globales Hochseeschutzabkommen der UN die Meere wirksam schützen. Dieser historische Vertrag muss ermöglichen, dass bis spätestens 2030 mindestens 30 Prozent unserer Ozeane zu Schutzgebieten erklärt werden, in denen menschliche Eingriffe tabu sind.

Die Zeit drängt, denn: Unsere Ozeane spielen eine zentrale Rolle bei der Regulierung des Klimas, werden aber zunehmend selbst zum Opfer der Klimakrise. Sie brauchen dringend Schutz, um auch weiterhin der Erderwärmung entgegenwirken zu können. “Meeresschutz ist Klimaschutz, beides kann nicht mehr warten! Nur so lässt sich das Leben im Meer bewahren und die Klimakrise bekämpfen“, so Schöttner. 

27.10.2021 00:00
Bahnalternativen zu Kurzstreckenflügen admin Wed, 27.10.2021 - 00:00
Airplane Flying above Jakarta Airplane Flying above Jakarta
© Afriadi Hikmal / Greenpeace

Zug statt Flug – Greenpeace-Report zu Bahnalternativen

Ein knappes Drittel europäischer Kurzstreckenflüge lassen sich schon heute bequem mit der Bahn absolvieren. Das zeigt ein heute veröffentlichter Greenpeace-Report.

Die Zahlen klettern wieder. Noch sind es die Corona-Vorschriften, die für lange Schlangen an den Flughäfen sorgen. Doch die Branche hat das Vorkrisenniveau schon fest im Blick. Und danach sollen die Passagierzahlen weiter steigen. Bis 2040 wird sich die Zahl der Fluggäste mehr als verdoppeln, prognostiziert das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) 2019. Für den Klimaschutz ist das rasante Wachstum ein Problem. Fliegen ist zwölfmal so klimaschädlich wie Bahnfahren. Schon heute kommt der Verkehr nicht vom Fleck beim Senken der Emissionen. Seit 1990 ist der CO2-Ausstoß im Verkehr nicht gesunken. Ohne zusätzliche Maßnahmen, wird der Bereich seine gesetzlich festgeschriebenen Klimaziele für das Jahr 2030 meilenweit verfehlen, bestätigte gerade erst der jüngste Projektionsbericht der Bundesregierung.  
Zu nötigen Sofortmaßnahmen gehört auch ein Aussetzen von Kurzstreckenflügen, die schon heute bequem mit dem Zug zu absolvieren sind. Wie viele es davon gibt, zeigt der neue Greenpeace-Report „Auf die Schienen, fertig, los“. Er untersucht die 250 am meisten geflogenen Verbindungen in Europa. Das Ergebnis: Ein knappes Drittel (29 Prozent) dieser europäischen Flugverbindungen sind schon heute in weniger als sechs Stunden mit dem Zug zu erreichen.

Kurzstreckenflüge müssen ausgesetzt werden

Für weitere 15 Prozent bestehen direkte Nachtzugverbindungen. „Es ist ein Irrsinn, dass in einer sich beschleunigenden Klimakrise zum Beispiel gut 2 Millionen Menschen pro Jahr zwischen Frankfurt und Berlin fliegen, obwohl sich die Strecke in vier Stunden mit dem Zug absolvieren lässt“, sagt Greenpeace Bahnexpertin Lena Donat. „Wenn die kommende Bundesregierung es mit dem Klimaschutz ernst meint, muss sie das Bahnangebot weiter ausbauen und klimazerstörende Kurzflüge beenden.“Deutschland kommt dabei eine besondere Bedeutung zu: Fast ein Drittel der 250 europäischen Top-Flüge, die gut 85 Prozent aller Flugpassagiere ausmachen, starten oder landen in Deutschland. Zuletzt beteuern Politiker wie Verkehrsminister Andreas Scheuer die Bedeutung des europäischen Zugnetzes, scheuen aber politische Schritte, um diese Verbindungen konsequent zu stärken.

Greenpeace-Report: Bahnalternativen zu Kurzstreckenflügen in Europa

Greenpeace-Report: Bahnalternativen zu Kurzstreckenflügen in Europa

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